{"id":568,"date":"2022-11-17T10:31:13","date_gmt":"2022-11-17T09:31:13","guid":{"rendered":"https:\/\/guentherundwagner.de\/wagner\/?page_id=568"},"modified":"2022-12-07T16:15:13","modified_gmt":"2022-12-07T15:15:13","slug":"texte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/guentherundwagner.de\/wagner\/about\/texte\/","title":{"rendered":"Texte"},"content":{"rendered":"<h1>\n<h2>Die K\u00fcche als Material und Ort der Kunst<\/h2>\n<\/h1>\n<h1>\n<h5>Lisa Bei\u00dfwanger zur Fotoserie &#8222;Kostproben&#8220;, 2021\/22<\/h5>\n<\/h1>\n<div>\n<p>Erst einmal orientieren. Eine Reihe querrechteckiger Bilder in unterschiedlichen Gr\u00f6\u00dfen. Alle in Farbe, aber nicht bunt. Offenbar eine zusammenh\u00e4ngende Serie. Medium? Fotografie. Sehr wahrscheinlich digitale Aufnahmen, Farbigkeit und K\u00f6rnung m\u00f6glicherweise nachbearbeitet. Vielleicht etwas ungew\u00f6hnlich f\u00fcr Fotografie: die Bilder sind unscharf. Bewegungsunsch\u00e4rfe evoziert Dynamik, ein Vibrieren oder Pulsieren. Neongelbe Streifenformationen durchkreuzen die Bilder. Vereinzelte Gegenst\u00e4nde sind erkennbar (in order of appearance): ein geh\u00e4kelter Topflappen, ein Spiegelei, ein mit Mehl best\u00e4ubter Teig, ein kariertes Sp\u00fcltuch, ein Schneebesen, eine Abtropfkelle, ein Kuchenst\u00fcck (K\u00e4sekuchen?), eine gut ausgestattete Messerleiste. Ergo: es handelt sich um eine Serie fotografischer K\u00fcchenszenen.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Kunstgeschichte ist das In-Szene-Setzen der K\u00fcche \u2013 einschlie\u00dflich des dort zubereiteten Essens \u2013 ein traditionsreicher Topos. Man denke beispielsweise an niederl\u00e4ndische K\u00fcchenst\u00fccke und Mahlzeitstilleben des 16. und 17. Jahrhunderts und ihre \u00fcberbordende F\u00fclle an Obst, Gem\u00fcse, Fleisch und zubereiteten Speisen. Diese hyperrealistisch gemalten Szenen stellten den Wohlstand ihrer Auftraggeber*innen und die F\u00e4higkeiten ihrer Maler*innen zur Schau. Die vom 17. bis ins 19. Jahrhundert beliebte Genremalerei inszenierte die K\u00fcche indes als beschaulichen Ort und vermeintlich \u201anat\u00fcrliches\u2018 Habitat der M\u00e4gde und M\u00fctter, die sich der Familienversorgung widmeten. Im 20. Jahrhundert entstand im Kontext des Nouveaux R\u00e9alisme mit der Eat Art ein Kunstgenre, das reales Essen zum Material der Kunst erkl\u00e4rte, w\u00e4hrend die Pop Art mit Bildern des Nahrungsmittel\u00fcberflusses Kritik an der Konsumgesellschaft \u00fcbte. Auch jenseits der Hochkunst pr\u00e4gen K\u00fcche und Gekochtes die visuelle Kultur der Moderne. Hochglanz-Kataloge inszenieren die K\u00fcche als Lifestyle-Objekt w\u00e4hrend Food-Blogs, Instagram-Feeds und Kochb\u00fccher internationaler Kochstars die Lust am Genuss mit Bildern appetitlich angerichteten Essens zelebrieren.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu den Bildern von J\u00f6rg Wagner. Auch hier handelt es sich um sorgf\u00e4ltig komponierte K\u00fcchen-Szenen. <\/p>\n<p>Allerdings stellen sie die K\u00fcche nicht in ihrer Gesamtheit zur Schau, sondern zeigen ausgew\u00e4hlte Details, die sich erst in der Serie zu einer Art K\u00fcchenassemblage zusammenf\u00fcgen. Auf Hochglanz polierte Speisen sucht man ebenso vergebens wie Personen bei der K\u00fcchenarbeit. Auf menschliches Handeln verweisen lediglich die gezeigten K\u00fcchenwerkzeuge. Im Vergleich zu den oben genannten Beispielen geht es weniger um das Zelebrieren von Genuss, das Kritisieren von \u00dcberfluss oder die K\u00fcche als Ort gesellschaftlicher Rollenzuweisungen. Verfremdungseffekte wie die Bewegungsunsch\u00e4rfe oder die abstrakten Streifenmuster halten die Bilder vielmehr in einem Schwebezustand und f\u00fchren zu einer latenten Desorientierung, zu der auch die starke Ausschnitthaftigkeit beitr\u00e4gt. Die aus der Bewegungsunsch\u00e4rfe resultierende Dynamik betont das Vergehen der Zeit und den Prozess. In Abwesenheit von Personen entfalten die Dinge ein Eigenleben: die Kelle schwingt, das Mehl staubt, das Spiegelei br\u00e4t, der Teig geht. Die Dynamik verweist aber auch zur\u00fcck auf den K\u00fcnstler und die Bewegung seiner Kamera, womit die Assoziation einer \u2013 wenn auch unsichtbaren \u2013 K\u00fcchenperformance geweckt wird. Der Akt des fotografischen In-Szene-Setzens ist ebenso wichtig wie die Motive selbst.<\/p>\n<p>Die Bilder lassen sich als Ergebnisse einer k\u00fcnstlerischen Befragung von Alltagsrealit\u00e4t lesen. Sie geben Einblicke in die Arbeitsprozesse des Kochens und Kunstmachens und sind zugleich deren Ergebnis. Dass K\u00fcchenarbeit und k\u00fcnstlerische Aktion dabei in eins fallen, ist kein Zufall. Wer das Werk von J\u00f6rg Wagner kennt, wei\u00df, dass er auch jenseits der Fotografie regelm\u00e4\u00dfig die Doppelrolle als Koch und K\u00fcnstler einnimmt und diese durch die Rolle des Gastgebers erweitert \u2013 oft gemeinsam mit seiner Partnerin Ingke G\u00fcnther. Da die vorliegenden Bilder in der privaten K\u00fcche des K\u00fcnstlers entstanden sind, spiegelt sich diese Gastgeberrolle auch hier. Anstatt G\u00e4ste einzuladen, nutzt J\u00f6rg Wagner die K\u00fcche als szenisch-fotografisches Experimentierfeld und markiert sie damit als Atelier und Aktionsraum. Jenseits von food porn und Lifestyle-Objekt zeigt er die K\u00fcche als dynamischen Ort der Entstehung und gibt damit Einblicke in das Epizentrum seiner k\u00fcnstlerischen Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<\/div>\n<hr>\n<h1>\n<h2>Der Berg ruft, aber das Brot ist beredt<\/h2>\n<\/h1>\n<h1>\n<h5>Ingke G\u00fcnther zur Fotoserie \u201eBerge der Welt\u201c, 2013<\/h5>\n<\/h1>\n<div>\n<p>Steil und schroff erheben sie sich vor der Kulisse bewegter Wolkenformationen. Monolithisch ragen sie in den Himmel und verhei\u00dfen weiten Blick, k\u00f6nnte man sie tats\u00e4chlich erklimmen. Spektakul\u00e4re Steilw\u00e4nde, schrundige Flanken und glatte Kegel, zerkl\u00fcftete Bergr\u00fccken, pudrig beschneites Gestein und verschattete H\u00f6hlen, \u00dcberh\u00e4nge und Rinnen sind nahezu zentral ins Bild gesetzt. Nur f\u00fcr die Sensation und Nahsicht der monumentalen Gipfel ist Platz; ein Umfeld, das Verortung erlaubt, bleibt ausgespart. Es herrscht majest\u00e4tische Stille. Der Grundton ist Grau.<\/p>\n<p>Ein Berg \u201eist eine Gel\u00e4ndeformation, die sich \u00fcber die Umgebung erhebt\u201c, so benennt es Wikipedia lakonisch. Doch t\u00e4uschen die beeindruckenden Erhebungen, die sich auf den Schwarzwei\u00df-Fotografien von J\u00f6rg Wagner in Serie reihen, den fl\u00fcchtigen Blick. Noch w\u00e4hrend man dem kurzen Impuls folgt, die Namen der steinernen Kolosse zu erinnern, da der Titel der Bilderreihe vorschnell auf diese F\u00e4hrte lockt, sieht man den offensichtlichen Fake. Man erkennt Luftl\u00f6cher statt steinerne Aush\u00f6hlungen, sieht Mehl statt Schnee und liest bizarres Gestein und gef\u00e4hrliche Grate als aufgerissene Brotrinde. Anstelle von Gel\u00e4ndeformationen setzt Wagner Backwerk ins Bild, statt echter Sechs- oder Achttausender lichtet er eine inszenierte Mimikry aus Kruste und Krume ab.<\/p>\n<p>Seine \u201eBerge der Welt\u201c sind schlicht: BROTE. Und dies versucht er auch nicht zu <em>verbergen <\/em><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Der Fotograf investiert nicht viel M\u00fche in sein T\u00e4uschungsman\u00f6ver \u2013 auf jeden Fall nicht den Ehrgeiz des akribischen Photoshopers, der versucht, die \u201eBergwerdung des Brotes\u201c zur Perfektion zu treiben. Seine M\u00fche ist eher verortet in anachronistischer Bastelei und Handarbeit. Wagner h\u00e4lt reales Brot vor fotografierten Himmelskulissen fest, f\u00fcr die er zuvor verschiedene Wolkenformationen abgelichtet hat. Bildhintergr\u00fcnde wechseln dabei ebenso wie die Brot-Protagonisten. Dem eigentlichen Shooting geht eine umfangreiche Knust-Recherche <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span>[2]<\/span><\/a> voraus, d.h. die Hinterteile der Brote werden genau in Augenschein genommen. Immer wieder werden Brote gekauft oder selbst gebacken, die Endst\u00fccke abgeschnitten, getrocknet und aufbewahrt \u2013 der legend\u00e4re Brotsortenreichtum Deutschlands kommt Wagner dabei entgegen. Sein Atelier gleicht einem Brotarchiv, in dem das Backwerk nach seinen plastischen Qualit\u00e4ten befragt wird. Schlie\u00dflich zeichnet sich Baguette durch eine andere Formgebung und Oberfl\u00e4chentextur aus als Bauernbrot. Oder das Selbstgebackene ist in \u00a0Volumen und Beschaffenheit verschieden von den Brotlaiben diverser B\u00e4ckermeister. \u00a0<\/p>\n<p>\u00a0\u201eDie Berge der Welt\u201c lassen durch ihre kreat\u00fcrliche Anmutung mitunter schmunzeln, doch sind sie kein blo\u00dfer Brot-Berg-Witz. J\u00f6rg Wagner ist B\u00e4cker aus Leidenschaft und Abendbrotforscher, der Teigf\u00fchrung, Backen und Brot schon ins Zentrum vieler k\u00fcnstlerischer Aktionen gesetzt hat. Zum Teig und dessen Metamorphose hat er eine manisch-liebevolle Beziehung. Mit diesem Fotoprojekt verbindet er seine besondere Hinwendung zum Brot mit einer schon seit fr\u00fcher Jugend vorhandenen Faszination f\u00fcr das Gebirge mit seiner herausgehobenen Topografie und \u00fcberw\u00e4ltigenden Wirkung. <br \/>W\u00e4hrend eines Stadtraumprojektes im Sommer 2012 in Basel <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span>[3]<\/span><\/a> entstand eher nebenbei eine Aufnahme, die als Prototyp und Impuls f\u00fcr die sp\u00e4teren Brotlandschaften diente: Ein angeschnittenes Brot, steil aufgestellt auf einem Schneidebrett \u2013 im Hintergrund zeichnet sich sehr diffus st\u00e4dtische Umgebung ab. Mit den \u201eBergen der Welt\u201c gehen die monolithischen Brotk\u00f6rper nun in Serie. Unterschiedlichen Pers\u00f6nlichkeiten gleich und wie prototypische Solit\u00e4re treten sie ins Bild. Was zu erkennen ist: Brote haben Charakter, ein jeweils sehr spezifisches Gesicht. So sind das Bauernbrot, das helle Sauerteigbrot oder das schlanke Stangenbrot individuelle <em>Typen<\/em>, aus Teig geschaffene formale Setzungen mit einfacher, aber \u00fcberzeugender \u00e4sthetischer Gestalt.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Neben der starken und auch im Detail reizvollen plastischen Form, die es zweifelsohne auszeichnet, haftet dem Brot als Grund- und Hauptnahrungsmittel aber vor allem die Aura des Urspr\u00fcnglichen, Lebensnotwendigen und damit Existentiellen an. Auch letzteres verbindet das Brot mit seinem monumentalen Bruder, dem Berg. Nicht nur ph\u00e4notypisch miteinander verwandt (wenn vom Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnis abgesehen wird), k\u00f6nnte man sie in einer Gruppe zusammenfassen, f\u00fcr die die Benennung \u201esymbolisch aufgeladene h\u00fcgelige Objekte\u201c <a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span>[4]<\/span><\/a> passend w\u00e4re. Denn als Inbegriff f\u00fcr Spiritualit\u00e4t, Best\u00e4ndigkeit, Ewigkeit und Unersch\u00fctterlichkeit und in seinem nachbarschaftlichen Dasein zum Himmel steht der Berg dem Brot als Bedeutungsschwergewicht in nichts nach.<\/p>\n<p>Mit seiner Berg-Serie gelingt es J\u00f6rg Wagner, die kleinen Sensationen, die Brotkultur und Backkunst hervorbringen, mit den gro\u00dfen Sensationen der Felsgiganten zu verschr\u00e4nken. Die Wertigkeit des allt\u00e4glichen und von Menschenhand hergestellten Produkts setzt er in eins mit erhabener Natursch\u00f6nheit. Brot kann sich <em>verbergen <\/em>und Gr\u00f6\u00dfe zeigen, dies ist f\u00fcr den brotaffinen K\u00fcnstler gewiss, und er f\u00fchrt es hier mit humorvollem Ernst vor. Auf bildnerischer Ebene verschmilzt Wagner die kompakte Kraft von BROT und BERG \u2013 und damit auch seine pers\u00f6nliche Hommage an beide. \u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><span>[1]<\/span><\/a> Wobei der Begriff <em>verbergen<\/em> im Zusammenhang mit Wagners Brot-Berg-Bildern eine v\u00f6llig neue Bedeutung zu bekommen scheint. <em>Verbergen<\/em> sich hier nicht die Brote in einem ganz urspr\u00fcnglichen Wortsinn?<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><span>[2]<\/span><\/a> Zum \u201eKnust\u201c siehe auch unter <em>Abendbrotforschung, der Blog zur Abendbrotkultur:<\/em> http:\/\/www.abendbrotforschung.net\/category\/endstueck\/<\/p>\n<p>Hier versammelt sich die regionale Vielfalt an Begriffen f\u00fcr das Endst\u00fcck des Brotes im deutschsprachigen Raum.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><span>[3]<\/span><\/a> <em>Caf\u00e9 complet: FELDFORSCHUNG ABENDBROT<\/em>, im Rahmen von &#8222;Stadt(t)r\u00e4ume&#8220; (Installation, Aktion), Stadtraum und Kleiner Marktgr\u00e4flerhof, Basel, 2012<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><span>[4]<\/span><\/a> Eingang in diese neue Gruppierung der zeichenhaft aufgeladenen \u201eh\u00fcgeligen Objekte\u201c k\u00f6nnte auch die weibliche Brust finden, wollte sie sich unter Brote und Berge mengen.<\/p>\n<\/div>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"style\":\"default\",\"width\":\"default\",\"vertical_align\":\"middle\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"image_position\":\"center-center\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h1\",\"content\":\"\n\n<h2>Die K\\u00fcche als Material und Ort der Kunst<\\\/h2>\"}},{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h1\",\"content\":\"\n\n<h5>Lisa Bei\\u00dfwanger zur Fotoserie \\\"Kostproben\\\", 2021\\\/22<\\\/h5>\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Erst einmal orientieren. 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Bildhintergr\\u00fcnde wechseln dabei ebenso wie die Brot-Protagonisten. Dem eigentlichen Shooting geht eine umfangreiche Knust-Recherche <a href=\\\"#_ftn2\\\" name=\\\"_ftnref2\\\"><span>[2]<\\\/span><\\\/a> voraus, d.h. die Hinterteile der Brote werden genau in Augenschein genommen. Immer wieder werden Brote gekauft oder selbst gebacken, die Endst\\u00fccke abgeschnitten, getrocknet und aufbewahrt \\u2013 der legend\\u00e4re Brotsortenreichtum Deutschlands kommt Wagner dabei entgegen. Sein Atelier gleicht einem Brotarchiv, in dem das Backwerk nach seinen plastischen Qualit\\u00e4ten befragt wird. Schlie\\u00dflich zeichnet sich Baguette durch eine andere Formgebung und Oberfl\\u00e4chentextur aus als Bauernbrot. Oder das Selbstgebackene ist in \\u00a0Volumen und Beschaffenheit verschieden von den Brotlaiben diverser B\\u00e4ckermeister. \\u00a0<\\\/p>\\n\n\n<p>\\u00a0\\u201eDie Berge der Welt\\u201c lassen durch ihre kreat\\u00fcrliche Anmutung mitunter schmunzeln, doch sind sie kein blo\\u00dfer Brot-Berg-Witz. J\\u00f6rg Wagner ist B\\u00e4cker aus Leidenschaft und Abendbrotforscher, der Teigf\\u00fchrung, Backen und Brot schon ins Zentrum vieler k\\u00fcnstlerischer Aktionen gesetzt hat. Zum Teig und dessen Metamorphose hat er eine manisch-liebevolle Beziehung. Mit diesem Fotoprojekt verbindet er seine besondere Hinwendung zum Brot mit einer schon seit fr\\u00fcher Jugend vorhandenen Faszination f\\u00fcr das Gebirge mit seiner herausgehobenen Topografie und \\u00fcberw\\u00e4ltigenden Wirkung. <br \\\/>W\\u00e4hrend eines Stadtraumprojektes im Sommer 2012 in Basel <a href=\\\"#_ftn3\\\" name=\\\"_ftnref3\\\"><span>[3]<\\\/span><\\\/a> entstand eher nebenbei eine Aufnahme, die als Prototyp und Impuls f\\u00fcr die sp\\u00e4teren Brotlandschaften diente: Ein angeschnittenes Brot, steil aufgestellt auf einem Schneidebrett \\u2013 im Hintergrund zeichnet sich sehr diffus st\\u00e4dtische Umgebung ab. Mit den \\u201eBergen der Welt\\u201c gehen die monolithischen Brotk\\u00f6rper nun in Serie. Unterschiedlichen Pers\\u00f6nlichkeiten gleich und wie prototypische Solit\\u00e4re treten sie ins Bild. Was zu erkennen ist: Brote haben Charakter, ein jeweils sehr spezifisches Gesicht. So sind das Bauernbrot, das helle Sauerteigbrot oder das schlanke Stangenbrot individuelle <em>Typen<\\\/em>, aus Teig geschaffene formale Setzungen mit einfacher, aber \\u00fcberzeugender \\u00e4sthetischer Gestalt.\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0 \\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0\\u00a0 Neben der starken und auch im Detail reizvollen plastischen Form, die es zweifelsohne auszeichnet, haftet dem Brot als Grund- und Hauptnahrungsmittel aber vor allem die Aura des Urspr\\u00fcnglichen, Lebensnotwendigen und damit Existentiellen an. Auch letzteres verbindet das Brot mit seinem monumentalen Bruder, dem Berg. Nicht nur ph\\u00e4notypisch miteinander verwandt (wenn vom Gr\\u00f6\\u00dfenverh\\u00e4ltnis abgesehen wird), k\\u00f6nnte man sie in einer Gruppe zusammenfassen, f\\u00fcr die die Benennung \\u201esymbolisch aufgeladene h\\u00fcgelige Objekte\\u201c <a href=\\\"#_ftn4\\\" name=\\\"_ftnref4\\\"><span>[4]<\\\/span><\\\/a> passend w\\u00e4re. Denn als Inbegriff f\\u00fcr Spiritualit\\u00e4t, Best\\u00e4ndigkeit, Ewigkeit und Unersch\\u00fctterlichkeit und in seinem nachbarschaftlichen Dasein zum Himmel steht der Berg dem Brot als Bedeutungsschwergewicht in nichts nach.<\\\/p>\\n\n\n<p>Mit seiner Berg-Serie gelingt es J\\u00f6rg Wagner, die kleinen Sensationen, die Brotkultur und Backkunst hervorbringen, mit den gro\\u00dfen Sensationen der Felsgiganten zu verschr\\u00e4nken. Die Wertigkeit des allt\\u00e4glichen und von Menschenhand hergestellten Produkts setzt er in eins mit erhabener Natursch\\u00f6nheit. Brot kann sich <em>verbergen <\\\/em>und Gr\\u00f6\\u00dfe zeigen, dies ist f\\u00fcr den brotaffinen K\\u00fcnstler gewiss, und er f\\u00fchrt es hier mit humorvollem Ernst vor. Auf bildnerischer Ebene verschmilzt Wagner die kompakte Kraft von BROT und BERG \\u2013 und damit auch seine pers\\u00f6nliche Hommage an beide. \\u00a0<\\\/p>\\n\n\n<p><a href=\\\"#_ftnref1\\\" name=\\\"_ftn1\\\"><span>[1]<\\\/span><\\\/a> Wobei der Begriff <em>verbergen<\\\/em> im Zusammenhang mit Wagners Brot-Berg-Bildern eine v\\u00f6llig neue Bedeutung zu bekommen scheint. <em>Verbergen<\\\/em> sich hier nicht die Brote in einem ganz urspr\\u00fcnglichen Wortsinn?<\\\/p>\\n\n\n<p><a href=\\\"#_ftnref2\\\" name=\\\"_ftn2\\\"><span>[2]<\\\/span><\\\/a> Zum \\u201eKnust\\u201c siehe auch unter <em>Abendbrotforschung, der Blog zur Abendbrotkultur:<\\\/em> http:\\\/\\\/www.abendbrotforschung.net\\\/category\\\/endstueck\\\/<\\\/p>\\n\n\n<p>Hier versammelt sich die regionale Vielfalt an Begriffen f\\u00fcr das Endst\\u00fcck des Brotes im deutschsprachigen Raum.<\\\/p>\\n\n\n<p><a href=\\\"#_ftnref3\\\" name=\\\"_ftn3\\\"><span>[3]<\\\/span><\\\/a> <em>Caf\\u00e9 complet: FELDFORSCHUNG ABENDBROT<\\\/em>, im Rahmen von \\\"Stadt(t)r\\u00e4ume\\\" (Installation, Aktion), Stadtraum und Kleiner Marktgr\\u00e4flerhof, Basel, 2012<\\\/p>\\n\n\n<p><a href=\\\"#_ftnref4\\\" name=\\\"_ftn4\\\"><span>[4]<\\\/span><\\\/a> Eingang in diese neue Gruppierung der zeichenhaft aufgeladenen \\u201eh\\u00fcgeligen Objekte\\u201c k\\u00f6nnte auch die weibliche Brust finden, wollte sie sich unter Brote und Berge mengen.<\\\/p>\",\"column\":\"1-2\"}}]}]}]}],\"version\":\"2.7.21\"} --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die K\u00fcche als Material und Ort der Kunst Lisa Bei\u00dfwanger zur Fotoserie &#8222;Kostproben&#8220;, 2021\/22 Erst einmal orientieren. 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